PROJEKT 1

Das Gebäude Dieffenbachstraße 33, eine ehemalige Fabrik für Klavierteile, wurde bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die historische Dichte ist heute nicht mehr zulässig, so dass die zerstörten Teile nicht 1 zu 1 wieder aufgebaut werden konnten. Deshalb haben wir das geltende Planungsrecht zum Architekten gemacht. Das Ergebnis ist eine komplexe, aber leichte Typologie, die das Gebäude nach oben, zur Seite und sogar unterirdisch erweitert und dabei elegant durch das Labyrinth unsichtbarer planungsrechtlicher Beschränkungen navigiert. Es handelt sich um eine Mischung aus Stahl, Holz und Beton. Der zweite Fluchtweg ist ein malerischer Weg im Freien, der sich durch ein Tal schlängelt, das durch Abstandsvorschriften gebildet wird. Ein unterirdisches Bauwerk, der Waldpavillon, gräbt sich unter die Abstandsregelungen und öffnet sich zu einem versteckten Hof voller Waldpflanzen wie Farne, Kiefern, Buchen und Moose, und totes, verrottendes Material bietet Insekten, Pilzen und Würmern seltene Lebensräume. Kreisförmige Oberlichter lassen das Sonnenlicht wie durch ein Walddach herein. 

Berlin - Kreuzberg
6.500 m²
2021

In Zusammenarbeit mit: Julian Breinersdorfer
Hochbau: Werner Sobek
Auftraggeber: Incept

Projektteam: Christian Uhl, Paco Motzer, Corinna Studier, Kevin Scheurer

Status: Baugenehmigung, Baubeginn Q2 2021

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